C5 Bülte

C5 Nachweis von Mycobacterium avium subsp. paratuberculosis in Kuhmilch, humanen und murinen Gewebeproben mittels kultureller Anzüchtung und real time-PCR

Forschungsbereich: ZooMAP
Status: In Arbeit

Projektleiter: Bülte, Michael
Projektmitarbeiter: Schönenbrücher, Holger; Abdulmawjood, Amir; Rosa, Stefanie

Beschreibung:

Prof. Dr. med. vet. Michael Bülte
Institut für Tierärztliche Nahrungsmittelkunde (IFTN)
Justus-Liebig-Universität Gießen
Frankfurter Str. 92
D-35392 Gießen

Projektbeschreibung

MAP wurde in pasteurisierter Milch erstmalig in 1998 in Großbritannien nachgewiesen. Seit dieser Zeit wird der tatsächliche quantitative Gehalt lebensfähiger MAP (Kolonie-bildende Einheiten [KbE]) in Milch und Milchprodukten kontrovers diskutiert. Die Etablierung einer Methode zur zuverlässigen Quantifizierung lebender bzw. toter MAP in Tankmilchproben und Milchprodukten ist daher wünschenswert. Als Basis dazu kann die Kombination aus der Peptid-vermittelten Aufkonzentration von MAP mit anschließender Differenzierung lebender von nicht mehr lebensfähigen MAP dienen. Die Etablierung einer solchen Methodenkaskade kann für die Bearbeitung weiterer Fragestellungen dieses Verbundprojektes eingesetzt werden.

Ziele

Das Hauptziel des Projektes ist die Etablierung eines zuverlässigen Verfahrens für den quantitativen MAP-Nachweis in Rohmilch (Tankmilchproben), hitzebehandelter Milch und Milchprodukten sowie die Verbesserung der Sensitivität der kulturellen Anzüchtungsverfahren für den Nachweis von MAP. Weiterhin soll ein sensitives Real Time-PCR-Verfahren für die Differenzierung von lebenden (einschließlich lebender, aber nicht kultivierbarer Zellen) und toter, als nicht infektiös eingestufter MAP-Zellen etabliert und dessen Eignung für die Beantwortung der dargestellten Fragestellungen überprüft werden.

Eigene vorangegangene Arbeiten

Prof. Dr. Bülte koordiniert das vom hessischen Ministerium für Wissenschaft und Kunst geförderte Forschungsprojekt „Mycobacterium avium subsp. paratuberculosis und Morbus Crohn?“. Seine Arbeitgruppe hat in den letzten Jahren eine methodische Plattform für zur Diagnostik von MAP in der Milch, Kot und Gewebe aufgebaut. Die Gruppe verfügt zudem über eine umfangreiche Stammsammlung von MAP Isolaten unterschiedlicher Herkunft.